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(Fundstelle: BGBl. I 2004, 1159 - 1162; bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)
Dieser Anhang gilt für Abwasser, dessen Schadstofffracht im Wesentlichen aus den folgenden Herkunftsbereichen einschließlich der zugehörigen Vor-, Zwischen- und Nachbehandlung stammt: (2) Dieser Anhang gilt nicht für Abwasser aus Kühlsystemen und aus der Betriebswasseraufbereitung sowie für Niederschlagswasser.
Anwendungsbereich
Galvanik,
Beizerei,
Anodisierbetrieb,
Brüniererei,
Feuerverzinkerei, Feuerverzinnerei,
Härterei,
Leiterplattenherstellung,
Batterieherstellung,
Emaillierbetrieb,
Mechanische Werkstätte,
Gleitschleiferei,
Lackierbetrieb.
Die Schadstofffracht ist so gering zu halten, wie dies durch folgende Maßnahmen möglich ist: 1.
Allgemeine Anforderungen
Rückhalten von Badinhaltsstoffen mittels geeigneter Verfahren wie verschleppungsarmer Warentransport, Spritzschutz, optimierte Badzusammensetzung,
Mehrfachnutzung von Spülwasser mittels geeigneter Verfahren wie Kaskadenspülung, Kreislaufspültechnik mittels Ionenaustauscher,
Rückgewinnen oder Rückführen von dafür geeigneten Badinhaltsstoffen aus Spülbädern in die Prozessbäder,
Rückgewinnen von Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) und ihren Salzen aus Chemisch-Kupferbädern und deren Spülbädern.
An das Abwasser aus einem der in Teil A Abs. 1 genannten Herkunftsbereiche werden für die Einleitungsstelle in das Gewässer folgende Anforderungen gestellt: Herkunftsbereiche123456789101112 Qualifizierte Stichprobe oder 2-Stunden-MischprobeAluminium mg/l333-----2333Ammoniumstickstoff mg/l10030-30305050502030--Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) mg/l400100100200200400600200100400400300Eisen mg/l33-33-333333Fluorid, gelöst mg/l502050-50-50-5030--Nitritstickstoff mg/l-555-5--55--Kohlenwasserstoffe, gesamt mg/l101010101010101010101010Phosphor, gesamt mg/l222222222222Giftigkeit gegenüber Fischeiern (GEi)642666664666 (2) Die Anforderung an Kohlenwasserstoffe bezieht sich auf die Stichprobe. (3) Beim Galvanisieren von Glas gilt nur die Anforderung für die Giftigkeit gegenüber Fischeiern von GEi = 2.
Anforderungen an das Abwasser für die Einleitungsstelle
An das Abwasser aus einem der in Teil A Abs. 1 genannten Herkunftsbereiche werden vor der Vermischung mit anderem Abwasser vorbehaltlich der Absätze 2 bis 5 folgende Anforderungen gestellt: Herkunftsbereiche123456789101112 Qualifizierte Stichprobe oder 2-Stunden-MischprobeAOX mg/l111111111111Arsen mg/l0,1-----0,10,1----Barium mg/l-----2------Blei mg/l0,5---0,5-0,50,50,50,5-0,5Cadmium mg/l0,2---0,1--0,20,20,1-0,2kg/t0,3------1,5----Chlor, freies mg/l0,50,5-0,5-0,5---0,5--Chrom, gesamt mg/l0,50,50,50,5--0,5-0,50,50,50,5Chrom VI mg/l0,10,10,10,1--0,1-0,10,1-0,1Cyanid, leicht freisetzbar mg/l0,2----10,2--0,2--Cobalt mg/l--1-----1---Kupfer mg/l0,50,5----0,50,50,50,50,50,5Nickel mg/l0,50,5-0,5--0,50,50,50,50,50,5Quecksilber mg/l-------0,05----kg/t-------0,03----Selen mg/l--------1---Silber mg/l0,1-----0,10,1----Sulfid, leicht freisetzbar mg/l11-1--111---Zinn mg/l2-2-2-2-----Zink mg/l222-2--22222 (2) Die Anforderungen an AOX und Chlor, freies sowie alle Anforderungen bei Chargenanlagen beziehen sich auf die Stichprobe. Bei chemisch-reduktiver Nickelabscheidung gilt für Nickel ein Wert von 1 mg/l. (3) Beim Galvanisieren von Glas gelten nur die Anforderungen für Kupfer und Nickel. (4) Bei Primärzellenfertigung (Herkunftsbereich 8) gilt für Cadmium ein Wert von 0,1 mg/l. (5) Die Anforderung an AOX in den Herkunftsbereichen Galvanik und mechanische Werkstätten gilt auch als eingehalten, wenn (6) Die Anforderungen als produktionsspezifische Frachtwerte in der Tabelle von Absatz 1 Spalte 1 für Cadmium und Spalte 8 für Cadmium und Quecksilber beziehen sich auf die jeweilige Menge an verwendetem Cadmium oder Quecksilber. Sie gelten als eingehalten, wenn die Anforderungen nach Teil B und nach Teil E Abs. 2 oder 4 sowie die jeweiligen Konzentrationswerte für Cadmium oder Quecksilber der Spalten 1 und 2 der Tabelle in Absatz 1 nicht überschritten werden.
Anforderungen an das Abwasser vor Vermischung
die in der Produktion eingesetzten Hydrauliköle, Befettungsmittel und Wasserverdränger keine organischen Halogenverbindungen enthalten,
die in der Produktion und bei der Abwasserbehandlung eingesetzte Salzsäure keine höhere Verunreinigung durch organische Halogenverbindungen und Chlor aufweist, als nach DIN EN 939 (Ausgabe April 2000) für Salzsäure zur Aufbereitung von Betriebswasser zulässig ist,
die bei der Abwasserbehandlung eingesetzten Eisen- und Aluminiumsalze keine höhere Belastung an organischen Halogenverbindungen aufweisen als 100 Milligramm, bezogen auf ein Kilogramm Eisen bzw. Aluminium in den eingesetzten Behandlungsmitteln,
nach Prüfung der Möglichkeit im Einzelfall
cyanidische Bäder durch cyanidfreie ersetzt sind,
Cyanide ohne Einsatz von Natriumhypochlorit entgiftet werden und
nur Kühlschmierstoffe eingesetzt werden, in denen organische Halogenverbindungen nicht enthalten sind.
Das Abwasser darf nur diejenigen halogenierten Lösemittel enthalten, die nach der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in der jeweils gültigen Fassung eingesetzt werden dürfen. Diese Anforderung gilt auch als eingehalten, wenn der Nachweis erbracht wird, dass nur zugelassene halogenierte Lösemittel eingesetzt werden. Im Übrigen ist für LHKW (Summe aus Trichlorethen, Tetrachlorethen, 1.1.1-Trichlorethan, Dichlormethan - gerechnet als Chlor) ein Wert von 0,1 mg/l in der Stichprobe einzuhalten. (2) Für quecksilberhaltiges Abwasser ist ein Wert von 0,05 mg/l Quecksilber in der qualifizierten Stichprobe oder der 2-Stunden-Mischprobe einzuhalten. (3) Das Abwasser aus Entfettungsbädern, Entmetallisierungsbädern und Nickelbädern darf kein EDTA enthalten. (4) Für das Abwasser aus cadmiumhaltigen Bädern einschließlich Spülen ist ein Wert von 0,2 mg/l Cadmium in der qualifizierten Stichprobe oder der 2-Stunden-Mischprobe einzuhalten. (5) Ort des Anfalls des Abwassers ist der Ablauf der Vorbehandlungsanlage für den jeweiligen Parameter.
Anforderungen an das Abwasser für den Ort des Anfalls